Das Prinzip der Karte
Bei einer Schüttelkarte liegt loses Füllmaterial zwischen einem Kartenfenster und einer transparenten Folie. Für den Dreheffekt hängt zusätzlich ein beidseitig gestaltetes Motiv an einem dünnen Faden. Beide Mechaniken funktionieren unabhängig voneinander, teilen sich aber dieselbe Öffnung. Deshalb lohnt es sich, die Konstruktion erst ohne Kleber zusammenzulegen.
Als Kartenbasis eignet sich fester Karton. Für die Vorderseite wird ein zweites Stück benötigt, in das die Öffnung geschnitten wird. Transparente Bastelfolie, schmales Abstandsklebeband, reißfester Faden und kleine Pailletten oder Papierkonfetti ergänzen den Aufbau.
Aufbau in fünf Schritten
Fenster planen
Öffnung auf der Vorderseite markieren und ausschneiden. Rundherum mindestens einen gleichmäßigen Rand stehen lassen.
Folie befestigen
Die Folie von hinten über die Öffnung kleben. Der Kleber darf nirgends in das Sichtfenster ragen.
Drehmotiv montieren
Zwei spiegelgleiche Motive ausschneiden. Den Faden mittig dazwischenkleben und oben sowie unten straff fixieren.
Schüttelraum abdichten
Abstandsklebeband lückenlos um das Fenster führen. An den Ecken dürfen keine offenen Spalten bleiben.
Füllen und schließen
Wenig Konfetti einlegen, Schutzpapier abziehen und die Kartenbasis exakt aufsetzen.
Warum sich Motive manchmal schlecht drehen
Ein drehbares Element braucht eine symmetrische Form und einen Faden, der wirklich durch seine Mitte läuft. Hängt es seitlich, kippt es gegen die Folie. Zu lockerer Faden lässt das Motiv ebenfalls anliegen. Vor dem endgültigen Schließen wird der Faden deshalb leicht gespannt und die Bewegung mehrfach getestet.
Saubere Kanten
Folie zieht Staub und Klebereste sichtbar an. Eine weiche Bürste oder ein trockenes Mikrofasertuch entfernt Partikel, bevor die Rückseite geschlossen wird. Flüssigkleber sollte nur außerhalb des Fensters verwendet werden.